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Braker Hafen meldet höchsten Seeverkehrsumschlag seiner Geschichte

 

J. Müller Unternehmensgruppe konzentriert sich mit Wachstum und Effizienz auf ihre Stammmärkte

Brake, 11. März 2015 | Die J.MÜLLER Unternehmensgruppe, Betreiber von Seehafenterminal-Anlagen in Brake und im Bremer Holz- und Fabrikenhafen, blickt auf ein bewegtes Jahr 2014 zurück. Maritim gesprochen: die See ist rauer und unberechenbarer geworden. Dennoch konnte der Standort dank eines starken Endspurts mit etwa 6,3 Mio. Tonnen im Seeverkehr fast 11% mehr umschlagen als im Jahr zuvor. Dies ist der höchste Seeverkehrsumschlag in der Geschichte des Hafens überhaupt. Zugleich stößt der Hafen an die Grenzen weiteren Wachstums aufgrund der fehlenden Weseranpassung.

Unter dem Schlagwort „Wachstum und Effizienz in den Stammmärkten“ wird sich die Unternehmensgruppe weiter auf ihre Stärken konzentrieren, so Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. Müller AG. Das Umschlag- und Logistik-Geschäft bei den Agrargütern, Fischmehl, Düngemitteln, Schwefel, Kaffee, den massenhaften Stückgütern - wie Zellstoff, Stahl, Holz- und der Projekt- und Windkraftladung wird weiter ausgebaut. Wachstum heißt lt. Müller mehr Umschlag, größere Dienstleistungstiefe und die Erfüllung zunehmend gestiegener Qualitätsanforderungen. Effizienz bedeutet, die Prozesse und die Unternehmensorganisation entsprechend den Marktbedürfnissen auszurichten und kostenoptimal aufzustellen. Um beides – Wachstum und Effizienz – zu erreichen, investiert das Unternehmen in Personalqualifizierung und Führungskräfteschulung, in verbesserte Prozesse und in ganz erheblichem Maß in Maschinen und Anlagen. Für das Jahr 2015 wurde dafür ein Investitionsprogramm von über 20,0 Mio. € beschlossen.

Agrargüterbereich profitiert von Sondereffekten

Im Agrar-Bereich lag der Umschlag von Getreide und Futtermittel im Seeverkehr im Jahr 2014 um 24% über dem Vorjahr. Die Umschlagsmenge von 3,433 Millionen Tonnen zeigte zugleich auch ganz deutlich die Kapazitätsgrenze der zur Verfügung stehenden Kaje für den Agrarbereich auf. Aus dieser Perspektive begrüßt der Agrargüterbereich der J. Müller Gruppe die Einrichtung eines 2. Großschiffsliegeplatzes durch die Infrastrukturgesellschaft Niedersachsen Ports sehr. „Das Großprojekt, das noch in diesem Jahr in die Umsetzung gehen soll, stärkt die Position des Agrarlogistikstandort Brake im Markt und hilft die gestiegenen Kundenanforderungen zu erfüllen“, so Thomas Bielefeld, Geschäftsführer des J. Müller Agri Terminals.
Das gute Umschlagsergebnis 2014 ist im Wesentlichen auf den Import von Getreide und Futtermitteln zurückzuführen, da der Getreideexport aufgrund der fehlenden Anpassung der Unterweser erneut nur eine untergeordnete Rolle spielte.
Der Import profitierte hierbei von Sondereffekten. Während die Wartezeiten in den Häfen von Südamerika im Vorjahr noch bei teilweise 100 Tagen und mehr lagen, verkürzten sich diese in 2014 unter anderem durch neue Abfertigungsregeln, besseres Wetter und verändertes Marktverhalten deutlich. Somit wurden in den ersten Monaten die noch ausstehenden Mengen von 2013 zusätzlich zu den planmäßigen Mengen für 2014 gelöscht.

Die Fertigstellung des neuen Silos (47.000 Tonnen Lagerkapazität) zum Ende des Jahres 2013 und seine volle Inbetriebnahme in 2014 waren für die Bewältigung des Mengenvolumens ein sehr wichtiger Faktor. Mit Silo 6 können nun die rasant steigenden Anforderungen an Qualität, Flexibilität und Separierungsmöglichkeiten bedient werden. Durch die vielfältigen Lager- und Bearbeitungsmöglichkeiten sowie den engen Austausch mit seinen Kunden und den Behörden sieht sich das J. Müller Agri Terminal hier als wichtiges Glied in der Versorgungskette.

Massenhafte Stückgüter in hartem Wettbewerb

Der Umschlag im Bereich der massenhaften Stückgüter konnte trotz eines wettbewerbsintensiven Umfeldes und schwieriger Rahmenbedingungen im Jahr 2014 leicht gesteigert werden.

Während der Schrottexport preisbedingt komplett ausfiel, entwickelten sich insbesondere der Bereich der Windenergieanlagen (plus 46,2%) und der Stahlumschlag (16,6%) mit Blick auf die Mengen sehr erfreulich. Das Niveau der Nettoerlöse lag lt. Jürgen Huntgeburth, Geschäftsführer des Breakbulk Terminals, jedoch aufgrund des in Teilbereichen sehr heftigen Wettbewerbs unter Vorjahresniveau.

Das wertschöpfungsintensive Geschäft der Windenergieanlagen mit seinen hohen Serviceanforderungen stabilisierte sich auf hohem Niveau. Mit dem Umschlag von ca. 2.850 Großkomponenten konnte das Breakbulk Terminal in Brake erneut einen Spitzenplatz unter den deutschen Seehäfen belegen. Aufgrund der hohen Anzahl großvolumiger Teile (Rotorblätter und Turmelemente) stieg der Umschlag in cbm um 50%. Die Flächenerweiterungen am Niedersachsenkai um 14.000 qm im Herbst 2014 kamen daher zum richtigen Zeitpunkt um diese Mengen aufzunehmen.

Im Bereich des Zellstoffimports konnte der Standort Brake seinen Spitzenplatz unter den deutschen Seehäfen weiter ausbauen und die umgeschlagene Import-Menge um 6,3% gesteigert werden. Jedoch ist auch hier ein verschärfter Wettbewerb unter den Abladern zu verzeichnen.

Der Holzbereich entwickelte sich im Export mengenmäßig in etwa auf Vorjahreshöhe. Den Schwerpunkt bildeten dort die Exporte in die Region Nordafrika mit dem Schwerpunkt Algerien. Als neuer Schwerpunkt bildet sich der Import von Rundholz und Hackschnitzeln heraus.

Rückläufige Schwefelproduktion und inländischer Bedarf halten Schwefel im Land

Als Folge der sinkenden Fördermengen Sauergases, aus dem der Schwefel gewonnen wird, ging der Umschlag von Schwefel weiter zurück. Gleichzeitig führte ein guter inländischer Absatzmarkt dazu, dass das sog. Exportventil über den Seehafen Brake in nur geringem Umfang in Anspruch genommen wurde.

Verkehrsanbindung des Hafen Brake verbessern

Die Seeverkehrsprognose zum neuen Bundesverkehrswegeplan (2015-2030) geht für den Seehafen Brake von einer Verdopplung der Umschlagsmengen bis 2030 aus. Umso wichtiger werden die Verkehrsanbindungen des Hafens. Vor diesem Hintergrund wartet die Unternehmensgruppe auf die Weseranpassung, um zukünftig Seeschiffe bis zu einem Tiefgang von 12,80 Metern abfertigen zu können. Zurzeit werden die Mängel im Planfeststellungsbeschluss des dazugehörigen Verfahrens in einem zeit- und ressourcenaufwendigen Reparaturverfahren durch die Wasserstraßenverwaltung des Bundes behoben.
Für die Verbesserung der Hinterlandanbindungen wartet die Unternehmensgruppe auf den Baubeginn der Ortumgehung B211 Mittelort.
Ferner gilt das ständige Augenmerk des Unternehmens der Bahnanbindung des Braker Hafens über die eingleisig elektrifizierte Bahnstrecke Hude-Brake. Hier ist die DB-Netz AG gefordert durch ständige Instandhaltung die Kapazität dieser Strecke zu erhalten.

Die 1821 gegründete J. Müller AG betreibt mit den Standorten Brake und Bremen leistungsfähige Seehafenterminals an der Unterweser. Darüber hinaus bietet die familiengeführte Unternehmensgruppe ein umfassendes Dienstleistungsportfolio, innovative Hafen- und Logistiklösungen für Getreide, Futtermittel, Biomasse, Wertstoffe, Stahlprodukte, Windkraftanlagen, Kakao und Kaffee, Forstprodukte, Schwefel und maritimen Proteinen bis hin zu kompletten Industrieanlagen an. Das Unternehmen beschäftigt 476 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2014 einen Bruttoumsatz von 114,0 Mio. EURO.

 

Brake

Kontakt: Simone Grabatin
Tel.: +49 4401 914125
eMail: simone.grabatin@jmueller.de
www.jmueller.de

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