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MS „Ostfriesland“ als Pionier in der deutschen Schifffahrt unterwegs

 

Umweltfreundliche LNG-Fähre wieder ab Freitag im Fahrplan

Am Mittwoch, den 18. Juni 2015 fand die Jungfernfahrt von MS „Ostfriesland“ auf der Strecke von Emden nach Borkum statt.

Damit kehrt die Borkumfähre nach neunmonatigem Werftaufenthalt in den Linienverkehr zwischen Emden und Borkum als Deutschlands erste umweltfreundliche Fähre mit LNG-Antrieb zurück.

Das innovative Schiffsprojekt, welches einen kompletten Neubau des Achterschiffes beinhaltete, ist das erste seiner Art, denn in der EU gibt es bisher kein vergleichbares Konzept, in dem eine Fähre vom konventionellen Schiffsdiesel auf das umweltfreundlichere Flüssiggas umgerüstet wurde.

Viel ist seit Vertragsabschluss mit der Brenn- und Verformtechnik Bremen (BVT) vor 25 Monaten geschehen: Im Oktober 2013 gab Wirtschaftsminister Olaf Lies den Brennbeginn frei, die Kiellegung des Achterschiffes erfolgte im April 2014 und Mitte September 2014 nahm MS „Ostfriesland“ Kurs auf Bremerhaven um dort getrennt zu werden und anschließend die „Hochzeit“ mit dem neuen Achterschiff zu feiern.

 Neun Monate voller Herausforderungen liegen nun hinter BVT und AG „EMS“, die BVT Geschäftsführer Thorsten Rönner offen kommentierte: „Das haben wir völlig unterschätzt.“ Das Ziel wurde dennoch erreicht, denn die Reederei hat ein neumotorisiertes, vergrößertes und fast fertiges Schiff zurück in den Liniendienst nehmen können.

„Wir wollten für unsere Stammstrecke Emden-Borkum eine vergrößerte Kapazität auf dem Ladedeck, planmäßige Fahrzeiten, d.h. schneller sein können bei Fahrt gegen die Tide und gegen Verspätungen und vor allem mehr Raum und Komfort für die bis zu 1.200 Gäste an Bord“, erklärte Dr. Bernhard Brons, Vorstand der AG „EMS“. Ferner wollte die Reederei einen besseren ökologischen Fußabdruck  und nicht mehr für weitere Jahrzehnte vom Mineralöl abhängig sein. „Das bedeutete eigentlich einen Neubau, einen Neubau mit LNG“, fasst Brons die Überlegungen zusammen.

LNG (Liquefied Natural Gas) ist Gas, welches auf minus 162 °C heruntergekühlt und dadurch in einen flüssigen Zustand versetzt wird. Es besteht aus Methan und hat eine im Vergleich zu Schiffsdiesel deutlich bessere Umweltbilanz bei der Verbrennung, da es 20% weniger Kohlendioxid, 90 bis 95% weniger Stickoxide und Schwefeloxide sowie keinen Feinstaub produziert. „Nachhaltiges Wirtschaften heißt aber auch, dass man gute Substanzen nicht einfach wegwirft“, ergänzt Brons in seiner Begrüßung anlässlich der Jungfernfahrt. Damit verwies er auf die gute Substanz des Rumpfes von MS „Ostfriesland“ und begründet damit, warum sich die Reederei für einen Umbau entschieden hat.

 Das völlig neue Maschinenkonzept von MS „Ostfriesland“ basiert auf einem Diesel-Gas-Elektrischen (Dual Fuel) Antrieb mit 360° drehbaren elektrischen Pods. Letzteres sind zwei Propelleranlagen, die für ein Höchstmaß an Manövrierfähigkeit sorgen und durch die Maschine mit Energie versorgt werden. Das Investment hat 13,5 Mio. Euro gekostet; von der EU gab es einen Zuschuss für den Einbau des LNG-Antriebes im Zusammenhang mit dem Aufbau der Infrastruktur.

Neben dem innovativen Antriebskonzept machen sich auch die zusätzlich 15 m an Bord deutlich bemerkbar. Fahrgäste gelangen zunächst in eine großzügige Vorhalle, in der sich viel Platz für Gepäck und auch gemütliche Sitzgelegenheiten befinden. Von dort gelangt man in die größeren Salons, die mit einem frischem, neuen Design aufwarten. Gestreifte Sitzbänke muten an Strandzelte an und die Böden erinnern an feinen Sandstrand oder das Meer. Im achteren Salon ziert ein Triptychon der Borkumer Malerin Nicole Wenning den Salon. Es zeigt die Reise von Emden mit dem Ratsdelft, über das Meer bis nach Borkum.

Ein besonderer Hingucker ist der mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer gestaltete „Wattenmeer-Salon“. Dieser Raum ist komplett neu entstanden und als Eltern-Kind-Bereich konzipiert. Im Fokus stehen hier Informationen und Spiele rund um das Wattenmeer in einer Atmosphäre, in der sich sowohl Eltern als auch Kinder wohlfühlen und die Reise zum kurzweiligen Erlebnis wird.

 Besonders hervorzuheben sind die neue Lounge an Bord und das großzügige Sonnendeck. Die Lounge ist mit gemütlichen Sesseln ausgestattet und findet sich unterhalb des Gastronomiebereiches. „Das ist unsere Business-Class“, verrät Brons. Allgemeiner Lieblingsplatz ist und bleibt das nun noch großzügigere Sonnendeck, welches u.a. einen neuen Kiosk und gemütliche Sitzgelegenheiten erhalten hat. „Das wird unsere Gäste enorm begeistern“, vermutet Kapitän Bernd Ramm.

Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies zeigt sich hocherfreut über das innovative Schiffskonzept, er bestätigte der AG „EMS“, dass das Projekt beispielhaft und revolutionär für den deutschen Schiffbau sei.

MS Ostfriesland

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